Projekt "Institutionelle Gender Analyse" orientiert sich an den Prinzipien von QVB PDF Drucken E-Mail
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Auszug aus der Broschüre

"Arbeitshilfe zur Organisationsentwicklung von Bildungseinrichtungen im Kontext von Gender Mainstreaming"

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"EINFÜHRUNG

Download der Broschüre als PDF ... Neben Gender-Trainings zur Sensibilisierung von PädagogInnen und Checklisten für geschlechtergerechte Bildungsarbeit ist die Gender-Analyse von Organisationen ein zentrales Instrument zur Umsetzung von GM und seinen Zielen. Mit ihr können Strukturen und Kulturen einer Organisation sowie die inhaltliche Ebene der fachlichen Arbeit und der individuelle Bereich der MitarbeiterInnen in den Blick genommen, geschlechtsspezifische Daten und Statistiken ermittelt sowie Grundlagen für Entwicklungsschritte bereitgestellt werden.

Der Prozess von GM in Organisationen und das Instrument der Gender-Analyse verschränken sich mit Arbeitsschritten von Personalentwicklung und Qualitätsmanagement. Gemeinsame Grundprinzipien sind beispielsweise der Charakter als Top-Down-Prozess, die umfassende Betroffenheit aller Organisationsbereiche und Mitarbeitenden, die Notwendigkeit, entsprechendes Wissen zu integrieren, und die wachsenden Anforderungen von Seiten der Förderinstitutionen. Die vorliegende „institutionelle Gender-Analyse“ orientiert sich in Aufbau und Fragestellungen am Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren QVB – „Qualitätsentwicklung im Verbund von Bildungseinrichtungen“.

Insofern schien es aus unserer Perspektive sinnvoll, dieses Modell auch auf die institutionelle Gender-Analyse zu übertragen und – für ARBEIT UND LEBEN – eine unmittelbare Verbindung, teilweise eine Parallelität, zu den Qualitätsmanagementprozessen herzustellen. Die einzelnen Gestaltungsbereiche, die im QVB-Zertifizierungsverfahren definiert sind (Qualitätsverständnis, Leistung, Evaluation, Organisation, Ressourcenmanagement, Personal, Kommunikation, Marktbezug, Vernetzung/Kooperation), bilden daher auch die Basis für die institutionelle Gender-Analyse.

Die Arbeitshilfe kann selbstverständlich aber auch unabhängig vom QVB-Zertifizierungsverfahren genutzt werden. Vergleichbar bzw. kompatibel ist die institutionelle Gender-Analyse ebenfalls mit etablierten Gender Mainstreaming-Instrumenten, wie zum Beispiel der 3 R-Methode, dem Sechs-Schritte-Programm nach Krell-Mückenberger-Tondorf oder dem Gender Impact Assessment.

Für den Einsatz der institutionellen Gender-Analyse ist grundsätzlich zu bemerken, dass die im Folgenden wiederkehrenden „Gender Dimensionen – Entwicklungsperspektiven“ im Sinne einer Orientierungshilfe als Reflexionsfragen zu verstehen sind. Sie sind keine Prüfung. Sie sind in erster Linie als Unterstützung für die Umsetzung des Gender Mainstreaming sowie für die Generierung von Entwicklungsaufgaben gedacht. [...]"

(Fette Hervorhebungen von uns)